1.8.04

An meine Mutter

So gern hätt` ich ein schönes Lied gemacht

Von Deiner Liebe, deinertreuen weist,

Die Gabe, die für andre immerwacht,

Hätt`ich so gern geweckt zu deinem preise.

Doch wie ich auch gesonnen mehr und mehr,

Und wie ich auch die Reime mochte stellen,

Des Herzens Fluten wallten darüber her,

Zerstörten mir des Liedes zarte wellen,

So nimm die einfach schlichte Gabe hin,

Von einfach ungeschmücktem Wort getagen,

Und meine ganze Seele nimm darin:

Wo man am meisten fühlt, wiess man nicht viel sagen.