Ich
Ich bin so verschlüsselt, wie eine
Tür,
die keiner wagt aufzumachen.
Ich bin ein Schloss, das niemals geknackt
werden kann.
Keiner soll mich je verstehen können.
Ich möchte mich
selber
nie verstehen lernen.
Ich bin wie das Schwarze an der
Nacht.
Doch es hat
keiner ein Licht.
Ich bin so Weiß wie der hellste
Schnee.
Doch selbst ein
einziger Staubkorn kann ihn verdunkeln.
Ich
bin so Grün, wie die Blätter im
Sommer.
Doch der Herbst kommt
schon.
Ich bin so Rot, wie das
Feuer.
Aber nur ein Tropfen Wasser kann
die Flamme verkleinern.
Ich bin so
Gelb und leuchtend wie die
Sonne.
Doch die Nacht kommt schon.
Ich bin so
Blau, wie der schönste
Tag auf Erden.
Doch auf Sonne folgt Regen.
Ich bin
der
Frieden.
Doch es wird immer Krieg geben.
Ich bin der Krieg.
Dunkel,
geistlos, grausam und nicht zu verstehen.
Ich bin wie ein Sklave, der nur
darauf wartet nicht mehr zu arbeiten und zu leben.
Ich bin wie ein Fisch
im
Wasser.
Doch es gibt Angeln die mich fangen.
Und dann?
Dann bin
ich ein
Fisch auf dem Trockenen. Hilflos und tot.
Ich bin wie eine
Schnecke, langsam,
zurückhaltend.
Sie bewegt sich auf der
Landstraße.
Ich bin wie eine Wolke,
die davon geblasen werden
kann.
Ich bin wie der Wind. Schnell und
souverän.
Aber es gibt auch
windstille Tage.
Ich bin so wie ein
Rätsel.
Es gibt nur keine Lösung
dazu.
Ich kann alles sein, was
ich will und doch gibt es
Gegensätze.
Es gibt aber etwas, was ich sein kann,
das sich nicht
erwidert.
Nämlich ich.
25.11.05
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